Antal Zalai
Antal Zalai gilt als außergewöhnlicher Violinist mit charakteristischem Ton, großer musikalischer Reife und eleganter Virtuosität. Früh von Künstlerpersönlichkeiten wie Igor Oistrakh, Isaac Stern und Yehudi Menuhin gewürdigt, entwickelte er sich zu einem international gefragten Solisten.
Seine wachsende Bekanntheit verdankt er auch einer umfangreichen Videografie, darunter vielbeachtete Aufnahmen anspruchsvoller Werke wie Paganinis 24 Capricen. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt die Gesamteinspielung von Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo BWV 1001–1006.
Zalai trat als Solist mit zahlreichen renommierten Orchestern auf, darunter die Staatsphilharmonie Nürnberg, die Brandenburger Symphoniker, das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, das Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, das Orchestre National d’Île-de-France, die Ungarische Nationalphilharmonie und die Hong Kong Sinfonietta. Konzertreisen führten ihn in rund vierzig Länder auf vier Kontinenten; dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Fabio Luisi, Yoel Levi, Lawrence Foster, Gilbert Varga, Zoltán Kocsis und Gábor Takács-Nagy zusammen.
Neben seiner Konzerttätigkeit veröffentlichte er Aufnahmen bei Labels wie Brilliant Classics, Hungaroton und BMC Records, darunter Werke von Enescu, Bartók, Khachaturian und Bach. Zudem gibt er regelmäßig Meisterkurse an internationalen Hochschulen und Festivals.
Antal Zalai wurde in Budapest in eine Musikerfamilie mit Roma-Wurzeln geboren. Bereits als Kind trat er international in Erscheinung, unter anderem bei einer UNESCO-Gala in Paris. Mit fünfzehn erlangte er größere Aufmerksamkeit durch seine Aufführung von Bartóks erstem Violinkonzert anlässlich des 80. Geburtstags von Lord Yehudi Menuhin. Seine musikalische Ausbildung schloss er in Brüssel ab. Er spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1733.
ROMA-ROMANTIK VOL 4: SLAVONICA SYMPHONICA
Mitwirkende
- Antal Zalai Violine
- Sinfoniekonzert mit den Roma und Sinti Philharmonikern
- Riccardo M. Sahiti Leitung
Programm
Das Konzert stellt mit A. Dvořáks Sinfonie Nr. 9 e-Moll „Aus der Neuen Welt“ das berühmteste Werk des slawischen Komponisten in den Mittelpunkt des Programms. Es offenbart zudem mit N. Rimski-Korsakovs Konzertfantasie aus „Der Goldene Hahn“, M. Ravels „Tzigane“ und A. S. Spienellis „Romano Dives“, wie vielfältig sich die musikalischen Einflüsse der Roma und Sinti-Kultur in die klassische Orchesterliteratur eingebrannt haben.
Nikolai Rimsky-Korsakov (1844–1908)
Konzertfantasie aus „Der goldene Hahn“ für Violine und Orchester
Maurice Ravel (1875–1937)
„Tzigane“ Rhapsodie für Violine und Orchester
Antonín Dvořák (1841–1904)
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt“
Alexian Santino Spinelli (*1964)
„Romano Dives“ für Orchester
Ticketpreis zzgl. Gebühren erhältlich an der Abendkasse und im Vorverkauf unter www.frankfurtticket.de
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